Heimniederlage gegen Trier vor Rekordkulisse

Nürnberg – Die Nürnberg Falcons haben ihr Heimspiel gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier in der BARMER 2. Basketball Bundesliga am Samstagabend mit 87:103 (50:56) verloren und damit die zweite Saisonniederlage gegen den langjährigen ProA-Rivalen kassiert. Vor allem defensiv und beim Rebound ließ die Mannschaft von Vytautas Buzas zu oft die nötige Intensität vermissen und lief ab Mitte des ersten Viertels einem Rückstand hinterher. Dieser wuchs zwischenzeitlich auf 19 Punkte und war im Schlussviertel nicht mehr aufzuholen, während das Team von der Mosel die Partie souverän zu Ende spielte. Nächsten Freitag empfangen die Mittelfranken mit Bremerhaven den nächsten direkten Konkurrenten um einen Playoff-Platz.

Rekordkulisse und Punkterekord für die Nürnberg Falcons beim Heimspiel gegen Trier. Mit 1311 Zuschauern durchbrachen Nürnbergs Basketballer erstmals in der Kia Metropol Arena die 1000er-Marke, ließen mit 103 Punkten aber auch so viele Zähler zu wie bei bisher keinem Heimspiel 2021/2022. Das Auftaktviertel verlief noch weitestgehend ausgeglichen mit Läufen beider Mannschaften und einem 28:28-Zwischenstand nach zehn Spielminuten. In Viertel 2 konnten die Falcons durch einen herrlichen Alley Oop vorlegen (30:28), sich aber zu keinem Zeitpunkt nennenswert absetzen. Stattdessen blieb Trier brandgefährlich von außen und den Hausherren gefühlt immer einen Schritt voraus. So auch beim letzten Play der ersten Halbzeit, als Enosch Wolf nach schönem Pass von Jonas Grof zum 50:56-Pausenstand stopfte.


Comeback der Nürnberg Falcons bleibt aus


Nach der Pause blieben die Falcons bemüht, bissen sich an den physisch starken Gladiatoren und deren Defense in unschöner Regelmäßigkeit immer wieder die Zähne aus. Dazu funktionierte die Reboundarbeit der Gäste überragend und die Mannen von Pascal Heinrichs kamen ein ums andere Mal zu leichten Punkten. Nürnberg ließ sich aber nicht entmutigen und konnte den Rückstand, angeführt von Kapitän Schröder, nach 30 Spielminuten wieder unter zehn Punkte drücken (71:78). Im Schlussabschnitt erwartete das Gros der Fans in der Halle eines der furiosen Falken-Comebacks, doch es kam nicht. Stattdessen startete Trier einen frühen, vorentscheidenden 10:0-Run auf 73:88 und nahm Topscorer Dupree McBrayer und Co. so früh den Wind aus den Segeln. Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung der Gäste auf 19 Punkte an (80:99). Am Ende entschieden diese dann auch die Partie mit 87:103 verdient für sich und trübten damit die tolle Stimmung in der Kia Metropol Arena am 31. Spieltag, der von der Sparkasse Nürnberg präsentiert wurde. Der dazu passende und ebenfalls von der Sparkasse präsentierte #NUEbasketball MVP Fan-Award ging an Sebastian Schröder, der auf elf Zähler kam.

Nächste Woche gegen Bremerhaven

„Wir haben heute gegen das wohl physisch stärkste Team der Liga gespielt und verloren. In Halbzeit 1 konnten wir sie nicht stoppen und sie haben sich darum sehr schnell sehr wohlgefühlt. Nach der Pause haben wir auf Plan B zurückgegriffen. Das hat gut funktioniert bis Trier dann einen Offensivrebound nach dem anderen holte und insgesamt 23 Punkte daraus erzielte“, so Vytatuas Buzas’ Spielanalyse. In der kommenden Woche empfangen die Nürnberg Falcons am Freitag die Eisbären aus Bremerhaven zum HIPHIOP GARDEN FESTIVAL Spieltag, präsentiert von ENERGY Nürnberg . Das größte HipHop-Festival Süddeutschlands, ausgerichtet von werk :b events, findet 2022 am 2. Juli am Airport Nürnberg statt mit den Legenden RUN DMC, dem „King of Rap“ KOOL SAVAS und vielen mehr. Der Ticketverkauf für die Partie und das Festival läuft bereits.


Probleme beim Live-Stream und die Reaktionen

Das Spiel wird außerdem live und kostenlos auf SportdeutschlandTV übertragen und das hoffentlich ohne technische Probleme wie bei den Spielen gegen Hagen und Trier. „Wir hatten am Mittwoch Probleme bei der Übertragung und haben in Absprache mit dem Liga-Büro im Vorfeld des Samstags-Spiels gegen Trier gemeinsam mit dem SportdeutschlandTV-Support einen Leitungs-Check durchgeführt. Dieser ergab, das unsere Leitung stabil und vollkommen in Ordnung war. Wir hatten zusätzlich noch einen externen Router installiert. Leider kam es während der Partie dann dennoch zu Problemen und Ausfällen, wodurch sich das Live-Stream Erlebnis für viele Fans in Grenzen hielt. Das bedauern wir sehr. Ich habe mich dafür auch beim Trierer Geschäftsführer Andre Ewertz entschuldigt. Auch im Internet haben wir offen kommuniziert, dass es Probleme gibt. Da hier offenbar die Hardware betroffen ist, waren uns die Hände gebunden. Was als Reaktion darauf aber im Live-Stream Chat und in den Sozialen Medien auf uns niederprasselte, ging in Qualität und Quantität weit über das Maß des Erträglichen hinaus. Man kann seinem Ärger gerne Luft machen, aber nicht auf eine solche Art und Weise, wie das einige ‚Fans‘ getan haben. Man mag fast glauben, dass es auf der Welt keine größeren Probleme gibt als einen Live-Stream mit Ausfällen. Hier werden wir künftig härter durchgreifen und unsere Mitarbeiter besser schützen, die hier teilweise ehrenamtlich arbeiten. Mit Dialog kommt man da leider nicht weiter. Einige Leute sollten sich schämen und einfach mal nachdenken und sich selbst reflektieren bevor sie in die Tasten hauen und wild in der Gruppe drauflos hetzen und Behauptungen aufstellen ohne die Hintergründe zu kennen“, so Markus Mende, Leiter Kommunikation bei den Nürnberg Falcons.


Punkteverteilung Nürnberg Falcons: McBrayer 22 Pts., Davis 18 Pts., Taylor 15 Pts., Schröder 11 Pts. Maier 8 Pts., Nyama 77 Pts., Price & Köpple je 3 Pts., Feneberg & Maukner je 0 Pts., Trummeter & Eckert DNP


Key-Stats Nürnberg Falcons: Offensiv-Rebounds 4 (-10), Defensiv-Rebounds 15 (-8), Assists 18 (-4), Steals 7 (+1), Turnover 12 (-4), Blocks 3 (+2), Fouls 21 (-3)


(Foto by Sportfoto Zink)