Heimsieg gegen Trier: Nürnberg Falcons starten furios in die neue Spielzeit

Nürnberg – Erster Sieg im ersten Spiel 2022/2023 für die Nürnberg Falcons in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Beim Saisonauftakt gegen die RÖMERSTROM Gladiators am Samstag gelang der Mannschaft von Coach Vytautas Buzas ein verdientes 87:82 (43:41) vor 1324 begeisterten Zuschauern. Der Basketball ist zurück in der Frankenmetropole!

Großer Jubel bei den Nürnberg Falcons und ihren Fans. Wie schon in der Vorsaison sind die Mittelfranken mit einem Heimsieg in die neue ProA-Saison gestartet. Diesmal zwangen sie nach intensiven 40 Spielminuten die Gladiatoren aus Trier in die Knie. Doch bis es soweit war, mussten die Zuschauer in der Kia Metropol Arena und am Live-Stream des öfteren zittern. Der Auftakt verlief nach Maß mit einem frühen 8:0-Lauf der Falken, den Rocky Kreuser per Distanzwurf zum 3:0 eröffnete. Nürnberg gefiel mit guter Defense und zielstrebiger Offense. Die Gäste brauchten eine Weile, kamen dann aber - angeführt von Garai Zeeb und Jan Isemann – Angriff um Angriff besser in die Partie. Parker Van Dyke fand auch Mitte des ersten Viertels seinen Touch und brachte die Gäste nach fünfeinhalb Spielminuten auf drei Punkte heran (14:11). Nürnberg blieb jedoch vorne und setzte sich wenig später erstmals an diesem Abend zweistellig ab (24:14). Wichtig für Trier, hier den Anschluss zu behalten und durch Dylan Painters Freiwürfe nach zehn Spielminuten in Schlagdistanz zu bleiben. 24:16.

Coach fordert mehr Konzentration

Die Nürnberger Fans waren zufrieden und auch die mitgereisten Schlachtenbummler von der Mosel sahen ihre Mannschaft trotz der Rückstandes auf einem gutem Weg. Diesen schienen die Mannen von Pascal Heinrichs zu Beginn des zweiten Viertels aber kurzzeitig verlassen zu haben, da hier Nürnberg insbesondere in der Offensive nach Belieben schalten und walten konnte und sich so in einen kleinen Rausch spielte. Thomas Wilder drehte auf und nach 12 Spielminuten war Nürnberg auf 32:19 enteilt. Doch Trier konnte erneut antworten, die Partie durch ihre Guards wieder ausgeglichen gestalten und dank Nürnberger Unzulänglichkeiten sogar in Führung gehen (34:36). Vytautas Buzas bat zum Sitzkreis hinter der Bande und forderte von seinen Jungs wieder mehr Konzentration und Biss in der Verteidigung. Diese hatten verstanden und Nürnberg lag zur Pause wieder mit 43:41 vorne.


Spende für den Nürnberg Falcons e.V.

In der Halbzeit wurde es dann feierlich auf dem Parkett. Basti Doreth, Erstligaspieler von medi Bayreuth und Sportvorstand des Nürnberg Falcons e.V. nahm einen Scheck über 2700 Euro von der Firma Ligamont entgegen, die in der Vorsaison für jeden Falken-Rebound in der Kia Metropol Arena 5 Euro an die Jugend- und Nachwuchsförderung in der Metropolregion spendete. Zur großen Freude aller wird das Bauunternehmen diese Aktion auch 2022/2023 fortsetzen. Betrachtete man sich dann den Auftakt der zweiten Hälfte, hätte man sich durchaus wünschen können, dass die Trockenbauprofis pro erfolgreichem Dreier ebenfalls 5 Euro spenden würden, denn davon gab es nach dem Seitenwechsel eine ganze Menge – auf beiden Seiten. Insbesondere Trier lief von jenseits der 6,75 Meter-Linie heiß und übernahm so nach und nach die Kontrolle über die Partie sowie die Führung nach 25 Spielminuten (51:52). Diese wuchs wenig später auf fünf Zähler an (52:57), doch die Gäste hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht und der heißt in Nürnberg seit über 14 Jahren Basti Schröder. Nürnbergs Kapitän powerte seine Mannschaft zurück ins Spiel (56:57) und riss dabei Mitspieler und Fans gleichermaßen mit. Die Halle war da und hob ab, als Rocky Kreuser mit der Viertelsirene auf 61:61 stellte.

Nürnberg behält die Nerven


So war alles bereit für ein spannendes Schlussviertel. Hier lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch und bis drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war nicht abzusehen, welche der beiden Mannschaften das bessere Ende für sich haben würde. So ging es beim Stand von 76:75 in die Crunchtime. Dort zeigten die Falcons sowohl ihre mannschaftliche Geschlossenheit als auch ihre Nervenstärke. Rocky Kreuser traf von außen zum 81:78 und den Trierer Ausgleich zum 81:81 wusste Justinas Ramanauskas mit einem herrlichen Layup wieder wettzumachen (83:81). Die Gäste vergaben in der Folgezeit mehrfach die Chance zum erneuten Ausgleich und zur Führung und so konnte Nürnberg den Vorsprung über die Zeit bringen und sich am Ende mit 87:82 gegen tapfere Gladiatoren durchsetzen.

Vorfreude auf Karlsruhe und Gießen, MVP Wilder

Head Coach Vytautas Buzas war verständlicherweise mit dem Resultat zufrieden, macht aber durchaus einige Baustellen aus: „Es war fantastisch nach so langer Zeit wieder vor den eigenen Fans zu spielen, die uns ganz großartig unterstützt haben. Vor allem sind hier die Noris Blockers zu nennen. Wir haben immer wieder schwächere Phasen in denen wir den Zugriff auf das Spiel verlieren. Wir wussten wie Trier spielen würde, konnten sie aber nicht dauerhaft kontrollieren. Am Ende waren es dann aber genug Phasen in denen es uns gelungen ist und so konnten wir das Spiel für uns entscheiden. Es war ein Sieg des Kollektivs und wir freuen uns auf das erste Auswärtsspiel in Karlsruhe mit unseren Fans und das Heimspiel gegen Gießen in zwei Wochen.“ Für die Nürnberg Falcons war es ein perfekter Start in die neue Saison und das gilt insbesondere für Thomas Wilder, dem die Fans den ersten „#NUEbasketball MVP Fan-Award presented by Sparkasse Nürnberg“ der Saison verliehen haben. Nächste Woche geht es nach Karlsruhe. Der Noris Blockers Club organisiert dazu eine Auswärtsfahrt. Mehr Infos dazu auf Facebook. Ihr nächstes Heimspiel bestreiten die Nürnberg Falcons am 16. Oktober gegen Gießen. Die Tickets sind bereits erhältlich.


(Foto by Sportfoto Zink)