Nürnberg Falcons erleben rabenschwarzen Tag in Trier

Nürnberg/Trier – Bittere Auswärtsklatsche für die Nürnberg Falcons am Samstagabend in der BARMRER 2. Basketball Bundesliga. Bei den RÖMERSTROM Gladiators Trier kam die Mannschaft von Coach Vytautas Buzas erst zu spät an und dann böse unter die Räder. In einer sehr einseitigen Partie gewannen die Gastgeber ohne viel Mühe mit 90:55 (47:17). Gegen Ehingen am kommenden Wochenende wird die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen müssen, um den Anschluss in der Tabelle nicht zu verlieren.

Mit gehöriger Verspätung betrat der Tross der Nürnberg Falcons gestern Abend die Arena in Trier, nachdem man eine gefühlte Ewigkeit von einer Totalsperrung auf der Autobahn ausgebremst wurde. Ohne viel Warm-Up Zeit ging es dann auch schon zum Tip-off gegen die noch ungeschlagenen Gladiators. Die Anfangsphase verlief noch recht ausgeglichen. Früh wurde jedoch deutlich, dass Trier mit mehr Intensität und Energie bei der Sache war und große Vorteile unter den Körben hatten. Dafür stand und dunkte insbesondere Radoslav Pekovic. Der Serbe war nicht zu stoppen und deutete mit vier Rebounds und sechs Punkten im ersten Viertel bereits an, wo die Reise an diesem Abend hingehen könnte. Bei Nürnberg ging wenig und so lagen die Falcons nach zehn Spielminuten mit 23:9 hinten. Viertel zwei brachte aus Sicht der mitgereisten Fans nur wenige Besserung – im Gegenteil. Die „grüne Welle“ rollte weiter unaufhaltsam über die Falcons-Defense hinweg. Nürnberg war an beiden Enden des Parketts hoffnungslos unterlegen, was einen 47:17-Pausenstand zur Folge hatte.

Nürnberger Comeback früh vom Tisch


Nach dem Seitenwechsel wäre es dann an der Zeit für einen Nürnberger Neustart gewesen. Dieser blieb zwar unter dem Strich aus, aber die Falcons schienen jetzt zumindest in Sachen Intensität und Konzentration mehr bei der Sache zu sein. Es waren jedoch vor allem Einzelaktionen, die zu den insgesamt 17 Punkten im dritten Viertel auf Seiten der Gäste führten. Trier schaltete unterdessen schon den ein oder anderen Gang zurück, zeigte dabei aber immer wieder spektakulären Offensiv-Basketball und ging mit einer komfortablen 67:34-Führung in den Schlussabschnitt. Auch dort war die Mannschaft von Marco van den Berg tonangebend, obwohl Nürnberg immer wieder kleine Nadelstiche setzen konnte. Bis zum Ende der regulären Spielzeit plätscherte die Begegnung dann mehr oder weniger vor sich hin. Ein Nürnberger Comeback war früh vom Tisch und Trier tat in der Schlussphase nur noch das Nötigste, was aber völlig ausreichte. Am Ende siegten die RÖMERSTROM Gladiators Trier deutlich mit 90:55 und fuhren damit den vierten Saisonsieg ein, der gleichzeitig die Tabellenführung in der ProA bedeutete. Die Falcons machten sich geknickt auf der Heimweg – diesmal hoffentlich ohne Totalsperrung.


Wiedergutmachung gegen Ehingen am Samstag?


Trainer Vytautas Buzas nahm bei seiner kurzen Spielanalyse kein Blatt vor den Mund: „Egal wie lange eine Fahrt dauert und wie kurz die Warm-Up Zeit ist, so wie heute darf man sich nicht präsentieren. Wir waren nicht bereit für diese Partie und unfähig, die Physis der Trierer zu matchen. Das muss ich mir als verantwortlicher Head Coach ankreiden lassen und deshalb übernehme ich auch die volle Verantwortung.“ Ihr nächstes Spiel bestreiten die Nürnberg Falcons am kommenden Samstag zu Hause gegen das bislang sieglose Team EHINGEN URSPRING. Tip-off ist um 18.30 Uhr. Tickets gibt es hier. Beim Einlass gilt die 3G-Plus Regelung.


Punkteverteilung Nürnberg Falcons: Köpple 13 Pts., Davis Jr. 12 Pts., Moyer 10 Pts., Nyama 7 Pts., McBrayer 6 Pts., Maier 4 Pts., Feneberg 3 Pts., Schröder & Maukner je 0 Pts., Trummeter DNP


Key-Stats Nürnberg Falcons: Offensiv-Rebounds 12 (+1), Defensiv-Rebounds 19 (-13), Assists 7 (-13), Steals 9 (+/-0), Turnover 17 (-3), Blocks 1 (-2), Fouls 23 (+1)


(Foto by Simon Engelbert)