Nürnberg Falcons mit Heimniederlage beim Comeback

Aktualisiert: Jan 25

Nürnberg - Die Nürnberg Falcons haben ihr gestriges Heimspiel gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier mit 72:90 (31:45) verloren. Nach einer ausgeglichnen Anfangsphase gerieten die Mittelfranken im zweiten Viertel erstmals deutlich ins Hintertreffen und kämpften für den Rest der Partie gegen einen Rückstand an, der zwischenzeitlich über 20 Punkte betrug. Am Ende zeigte die Truppe von Ralph Junge viel Moral, konnte die sechste Saisonniederlage aber nicht verhindern. Am kommenden Sonntag geht es weiter mit einem Heimspiel gegen die Artland Dragons.

Mit viel Energie und Rückenwind starteten die Nürnberg Falcons am Mittwochabend ein drittes Mal die die Spielzeit 2020/2021 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Mit Tra Holder und Mario Kegler hatte man letzte Woche noch einmal neue Kräfte an Bord geholt und eine emotionale Video-Botschaft des Noris Blockers Club sorgte im Vorfeld der Partie gegen Trier für zusätzliche Motivation. Nürnberg begann mit Marcell Pongó, Sebastian Schröder, Jackson Kent, Moritz Sanders und Jonathan Maier und konnte die Partie in einer punktarmen Anfangsphase recht ausgeglichen gestalten. Nach fünf Spielminuten hatten beide Teams jeweils erst acht Zähler auf ihrem Konto. Trier spielte schnell und ging dabei auch immer wieder über ihren Neuzugang, Austin Wiley. Der US-Amerikaner, der jüngst aus Ludwigsburg kam, setzte seine Athletik gekonnt ein, scorte und machte den Falcons das Leben unter den Körben schwer. So mussten es diese anderweitig versuchen, so wie Kapitän Schröder, der kurz vor der Viertelsirene von außen auf 17:15 stellte. Eine Führung nach zehn Minuten war den Gastgebern aber nicht vergönnt, da Rupert Hennen wenig später noch den Ausgleich markierte.


Rückstand der Nürnberg Falcons wächst


Viertel 2 begann aus Falcons-Sicht dann sehr vielversprechend und zwar mit einem schönen Distanzwurf von Jackson Kent (20:17). Trier konterte in Person von Kevin Smit (20:20) und konnte sich durch einen zwischenzeitlichen 7:0-Run erstmals etwas Luft verschaffen (24:30). Nürnberg stand nun stark unter Druck und musste im weiteren Verlauf der ersten Hälfte gleich noch einen Lauf der Gäste hinnehmen. Diesmal erzielten der starke Jonas Grof und seine Teamkameraden gar zehn Zähler in Folge. Lohn der Mühen war eine 31:45-Pausenführung zu Gunsten der Mannschaft von Marco Van den Berg. Dieser Vorsprung sollte nach dem Seitenwechsel noch deutlicher werden. Das lag insbesondere daran, dass Trier den Ball gut laufen ließ und immer wieder zu einfachen Abschlüssen kam. Zudem machten sich die Falcons das Leben selbst schwer und waren kaum einmal in der Lage mehr als vier Punkte in Folge zu erzielen. Die Gladiators hatten damit weniger Probleme und lagen nach 30 Spielminuten 54:76 vorne.


Trier kontrolliert das Spiel bis zum Schluss

Nürnberg spielte nicht schlecht, aber auch nicht gut genug, um Trier im Schlussabschnitt noch einmal wirklich gefährlich werden zu können. Zwar kämpften die Falcons um jeden Ball und waren so auch in der Lage am Ende noch etwas Boden gut zu machen, doch die eingespielte Trierer Mannschaft, die jeden Fehler eiskalt bestrafte, war an diesem Abend einfach eine Nummer zu groß für die tapfer fightenden Franken. Die freuten sich an diesem Abend zwar über die ProA-Premiere von Tra Holder, mussten sich schlussendlich aber mit 72:90 geschlagen geben. „Die Niederlage heute zeigt, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Trier hat den reiferen und kontrollierteren Basketball gespielt und verdient gewonnen. Wir sind lange einem Rückstand hinterhergelaufen, haben bis zum Schluss gekämpft, aber standen uns auch viel zu oft selbst im Weg“, kommentierte Falcons-Coach Ralph Junge die sechste Niederlage im achten Spiel. Schon am Sonntag geht es weiter mit einem Heimspiel gegen die Artland Dragons.


Technikprobleme beim Comeback

Zum Leidwesen vieler Fans und Zuschauer hielt sich der Live-Stream-Genuss trotz der gewohnt souveränen Moderation von Reinhard Wörlein und Alexander Haas am Mittwochabend etwas in Grenzen. Auch konnte kein Live-Ticker aus der Halle am Airport angeboten werden. „Wir hatten in Sachen Technik gleich mehrere Baustellen und unvorhersehbare Komplikationen, von denen wir leider nicht alle lösen konnten. Ich entschuldige mich in aller Form bei den Basketball-Fans in Deutschland, insbesondere bei unserem treuen Anhang, der diesen Tag und dieses Spiel lange herbeigesehnt hat sowie bei den Fans der RÖMERSTROM Gladiators Trier. Es tut mir auch leid für unsere Teams beim Live-Stream und Scouting, die einen tollen Job machen und seit Jahren alles für eine hochwertige Übertragung und eine lückenlose Berichterstattung aus der Halle geben. Sie trifft hier keine Schuld. Die verbleibenden Tage bis zum nächsten Heimspiel werden wir nutzen, die Probleme zu beheben. Wir stehen hier im engen Austausch mit der Liga-Geschäftsstelle in Köln“, so Markus Mende von den Nürnberg Falcons.


(Foto by Sportfoto Zink)