Nürnberg Falcons sehen kein Land in der Lichtstadt

Nürnberg/Jena - Deutliche Auswärtsniederlage für die Nürnberg Falcons am Freitagabend in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Beim Tabellenführer der ProA, Science City Jena, kam die Mannschaft von Head Coach Ralph Junge böse unter die Räder und verlor nach einem zwischenzeitlichen 38 Punkte-Rückstand mit 96:67 (58:28). Zu selten konnten die Mittelfranken eigene Akzente setzen, zu dominant war der Auftritt des Ex-BBL-Clubs in der heimischen Sparkassen Arena. Am Sonntag haben die Falcons im Gegensatz zum Rest der Liga spielfrei, bevor sie am Mittwoch die wiha Panthers aus Schwenningen im Eventpalast empfangen.

Man ahnte es bei den Nürnberg Falcons schon, dass bei Science City Jena nicht viel zu holen sein würde. Und kurz vor dem Spiel sanken die eh schon geringen Chancen noch weiter ab. Ohne den verletzten Jackson Kent im Kader musste Ralph Junge seine Starting 5 umstellen und schickte so Marcell Pongó, Tra Holder, Sebastian Schröder, Moritz Sanders und Jonathan Maier zum Tip-off auf das Parkett. Und es waren wie befürchtet die Hausherren, die von der ersten Sekunde an den Takt vorgaben und mit schnellen Angriffen und einer druckvollen Verteidigung den Gästen kaum Luft zum atmen ließen. Nach den ersten Nürnberger Punkten durch Sebastian Schröder (4:2) zündete Jena den Turbo und zog Mitte des ersten Viertels auf 16:4 davon. Es dauerte eine ganze Zeit, bis man ansatzweise davon sprechen konnte, dass auch die Falcons im Spiel waren. Fynn Fischer konnte an der Linie auf 23:14 verkürzen, doch die Gastgeber in Weiß wirbelten erneut los und beendeten den ersten Durchgang mit einem 12:0-Lauf, was ihnen eine 35:14-Führung nach zehn Minuten bescherte.


Jena dominant


Im zweiten Viertel bot sich den Fans am Live-Stream ein ähnliches Bild. Jena agierte und Nürnberg hatte große Mühe zu reagieren. Lichtblicke auf Seiten der Falcons waren rar, während Science City Jena nach gut 16 Spielminuten bereits die 50 Punkte-Marke knackte (50:26). Die Mittelfranken sahen kein Land und lagen zur Pause mit 58:28 zurück. Nach dem Seitenwechsel schaltete der Ex-BBL-Ligist bereits einen Gang runter. Und da nun bei immer mehr Nürnberger Spielern ein Aufbäumen zu spüren war, kam das Offensiv-Feuerwerk der Gastgeber langsam aber sicher zum Erliegen und die Führung des Tabellenersten pendelte sich bei 30 Punkten ein. Beim Stand von 71:41 ging es dann in den Schlussabschnitt.

15. Saisonniederlage für Nürnberg Falcons


Hier ging es für die Nürnberg Falcons dann nur noch um Schadensbegrenzung. Und das sollte mehr oder weniger mit viel Hilfe der Gastgeber auch gelingen. Die Falcons gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf und konnten durchaus mit schönen Aktionen glänzen. Christian Feneberg setzte so beim Fastbreak Kapitän Schröder in Szene und der konnte nach 35 Minuten wieder auf 81:50 verkürzen. Doch wenig später lag man nach einem Jenaer Run, gekrönt von einem Dreier von Vuk Radojicic, wieder mit 36 Punkten hinten (86:50). Nürnberg bot im weiteren Verlauf der Partie dennoch weiter einen guten Fight und konnte quasi mit der Schlusssirene den Endstand von 96:67 markieren. Es war die 15. Saisonniederlage der Nürnberg Falcons, die nun vier Tage Zeit haben, sich auf das Heimspiel gegen Schwenningen vorzubereiten.


Enttäuschung beim Trainer

Head Coach Ralph Junge, der im gesamten Spiel keine Auszeit nahm, fasste die Partie wie folgt zusammen: „Wir waren heute von der ersten Minute an überfordert gegen ein heißes Team aus Jena. In Halbzeit 2 haben dann zumindest einige meiner Spieler angefangen sich zu wehren und wir konnten diese Hälfte sogar für uns entscheiden, da Jena viele rotiert hat. Trotzdem bin ich sehr enttäuscht. Wir alle lieben Basketball und sollten froh sein, dass wir in diesen Zeiten spielen und diesem Sport nachgehen dürfen. Da muss ich es einfach erwarten, dass jeder Spieler von der ersten Minute an kämpft und alles auf dem Feld lässt. Das war heute leider nicht der Fall.“


Punkteverteilung Nürnberg Falcons: Maier 17 Pts., Schröder 15 Pts., Holder 10 Pts., Sanders 6 Pts., Feuerpfeil & Bogdanov je 5 Pts., Kegler & Daubner je 4 Pts., Fischer 1 Pts., Pongó & Feneberg je 0 Pts.

Key-Stats Nürnberg Falcons: Offensiv-Rebounds 6 (-1), Defensiv-Rebounds 17 (-7), Assists 17 (-5), Steals 6 (+/-0), Turnover 16 (+4), Blocks 1 (-2), Fouls 17 (-1)


(Foto by Sportfoto Zink)