Stephan Haukohl im Interview: Happy in Jena, Vorfreude auf Nürnberg

Nürnberg - Am morgigen Freitag reisen die Nürnberg Falcons nach Thüringen zum Auswärtsspiel bei Science City Jena. Der Tabellenführer spielt eine starke Saison und hat sich im vergangenen Sommer erneut die Dienste von Stephan Haukohl gesichert. Im Vorfeld der Partie stand der 27-Jährige der Falcons-Redaktion für ein kurzes Interview Rede und Antwort.

Stephan, danke dass Du Dir kurz Zeit nimmst. Nach Deinem 2. Aufenthalt in Nürnberg bist Du im Sommer nach Jena gewechselt. Für die Thüringer warst Du ebenfalls schon zuvor in Deiner Karriere aktiv, damals in der Jugend und später in der BBL. Wie fühlt es sich an zurück an alter Wirkungsstätte zu sein?


Es fühlt sich super an. Viele bekannte Gesichter, die nach wie vor den Verein prägen, ein altbekannter Trainer schon aus Jugendzeiten und mit Julius Wolf ein guter Freund und mehrfacher Teammate an meiner Seite. Wir haben hohe, gemeinsame Ziele die wir versuchen zu erreichen.


Was ist der größte Unterschied zwischen Nürnberg und Jena? Gibt es etwas was Du besonders vermisst?


Das „drum herum“ um die Mannschaft ist in Jena größer, also der Staff, das Funktionsteam und die Organisation an sich. Aber es sind beides zwei erfolgreiche und attraktive ProA-Standorte. In Nürnberg hat man viele junge Spieler, während in Jena mehr erfahrene Profis am Werk sind. Natürlich vermisse ich die Nürnberger Lebkuchen und Bratwürste sowie das Café Machhörndl.


Du bist im letzten Jahr Vater geworden. Hat sich Euer Alltag seitdem schon eingespielt? Hattest Du Probleme Dich am Anfang zurechtzufinden, vor allem mit dem hohen Aufwand den der Profisport mit sich bringt?


Danke der Nachfrage. Der Alltag klappt super. Durch Corona war und ist man viel daheim. Wir sind gut aufeinander abgestimmt und alle mega happy. Mittlerweile ist Theodor auch schon ein Jahr alt.

Dein aktueller Coach Frank Menz und Ralph Junge sind Trainer, die deutsche Talente fördern und entwickeln. Was sind die größten Unterschiede zwischen dem neuen und alten Head-Coach? Wie groß war Franks Rolle bei Deiner Rückkehr nach Jena?

Die Rolle von Frank war sehr groß. Er lässt einen teamorientierten, erfolgreichen Basketball spielen und für mich hat das einfach gepasst. Ralph und er sind ja ein ähnlicher Jahrgang, haben viel Erfahrung im Jugend- und Nachwuchsbasketball und oftmals viele gleiche Spieler trainiert. Dadurch haben sie viel gemeinsam und kennen die Jahrgänge ab Ende der 1980er wie kaum ein anderer. Sie haben den deutschen Basketball geprägt und zählen zu den erfolgreichsten deutschen Trainern. Beide erwarten und fordern viel von ihren Spielern, geben ihnen aber auch viel Vertrauen und Freiheiten, was besonders für junge Spieler wichtig ist.

Nachdem Ihr zuletzt drei Spiele in Folge auswärts gewonnen habt, u.a. gegen die Eisbären Bremerhaven, seid Ihr nun wieder Tabellenführer der ProA. Wie fühlt sich das an und was sind Deine / Eure sportlichen Ziele diese in dieser Saison?


Es ist für alle eine nicht ganz einfache Saison in vielerlei Hinsicht. Wir wollen natürlich unseren 1. Platz behalten und dann mit Rückenwind in die neue Playoff-Gruppenphase starten. Dort wird dann neu gemischt, aber ich denke durch den Kader den wir mittlerweile haben und den bisherigen Saisonverlauf, wollen wir auch dort so erfolgreich wie möglich spielen. Der neue Modus ist sehr interessant und wird sicher einige Überraschungen hervorbringen.


Was hast Du Dir für das Spiel gegen die Nürnberg Falcons vorgenommen? Freust Du Dich auf ein Wiedersehen mit den Jungs?


Es ist ja das erste Spiel gegeneinander in dieser Saison und wurde schon mehrfach verlegt. Nürnberg ist deutlich stärker als der Tabellenplatz momentan nahelegt. Ich freue mich auf das Duell und erwarte ein intensives Aufeinandertreffen. Mein Ziel ist es natürlich, Jena zum Sieg zu verhelfen.

Stephan, vielen Dank und weiterhin alles Gute für Dich, Deine Familie und Dein Team.


(Foto by Christoph Worsch)