Unglückliche Niederlage für Nürnberg Falcons in VS

Nürnberg/Villingen-Schwenningen – Bitterer Abend für die Nürnberg Falcons in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Bei den wiha Panthers Schwenningen kassierten die Mittelfranken am Samstagabend eine ärgerliche 88:85 (44:49)-Last Minute Niederlage. Nach einer ordentlichen ersten Hälfte verlor die Mannschaft von Vytautas Buzas ab der 25. Spielminute Stück für Stück den Zugriff auf die Partie, während Schwenningen die Begegnung drehte und sie 0,9 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit durch einen Dreier von David Cohn für sich entscheiden konnte. Weiter geht es erst am 4. März mit einem Gastspiel bei den Tigers Tübingen. Bis dahin verabschieden sich die Falcons als Tabellenvierter der ProA in die FIBA-Pause.

So hatten sich die Nürnberg Falcons und ihre Fans das Gastspiel in der Doppelstadt Villingen-Schwenningen nicht vorgestellt! Nach dem 105:70 in Rostock wollten die Franken in Baden-Württemberg für Wiedergutmachung sorgen. Leider wurde daraus nichts. Doch der Reihe nach: Nürnberg begann mit Dupree McBrayer, Evan Taylor, Roland Nyama, AJ Davis Jr. und Jonathan Maier, brauchte aber eine ganze Weile, um in die Partie zu kommen. Evan Taylor erlöste dann nach zweieinhalb Minuten die mitgereisten Fans und die Zuschauer am Live-Stream mit dem ersten Nürnberger Korb zum 5:2-Anschluss. Beide Mannschaften suchten im ersten Viertel ihr Glück vor allem in der Offensive und die 24:26-Falken-Führung nach zehn Spielminuten hätte mit ein bisschen mehr Konzentration an der Freiwurflinie durchaus höher ausfallen können – wenn nicht sogar müssen.


Schwenningen kann aufschließen


Im zweiten Viertel brauchten die Gäste aus der Noris weniger Anlaufzeit. Nürnberg kontrollierte die Begegnung, verteilte die Scoring-Last auf mehrere Schultern und profitierte hier auch von der Schwenninger Abschlussschwäche. Wirklich absetzen konnten sich die Falcons jedoch nicht und so kamen die Panther kurz vor der Pause durch den starken Quatarrius Wilson wieder in unmittelbare Schlagdistanz (44:47). Sebastian Schröder war damit jedoch nicht einverstanden und stellte quasi mit der Halbzeitpause wieder auf 44:49. Daran wollte der Tabellendritte nach dem Seitenwechsel anknüpfen, was zu Beginn der zweiten Hälfte auch ganz gut funktionierte: Aus einer guten Verteidigung heraus erspielte sich Nürnberg als Team eine zwischenzeitliche 12 Punkte-Führung (54:66). Diese war nach einem 8:0-Run der Gastgeber zum Ende des dritten Viertels aber schnell Geschichte und das Momentum nun ganz klar auf Seiten Panther (62:66).


Cohn entscheidet Spiel in letzter Sekunde


Ein erneuter Schwenninger Run – diesmal gelangen den Mannen von Alen Velcic gleich zehn Punkte in Folge – stellte die Partie dann im Schlussviertel endgültig auf den Kopf (72:69). Nun war auch die Deutenberghalle voll da und die beiden Kommentatoren Matthias Busse und Reinhard Wörlein hielten einen Schwenninger Sieg nun für nicht mehr unwahrscheinlich. So kam es dann auch. Mehrfach legten die Panther vor, mehrfach konnten die Falcons den Matchball abwehren und ausgleichen, wie durch Dupree McBrayer (82:82) oder AJ Davis Jr. (85:85). Davis’ Dreier kam 12 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit und so hatten die Hausherren die Chance auf einen letzten Wurf. David Cohn fasste sich ein Herz und versenkte das orangene Leder neun Zehntelsekunden vor Schluss zum 88:85 im Nürnberger Korb. Game Schwenningen! Für die Panthers ein wichtiger Sieg, um den Abstand auf die Abstiegsplätze zu vergrößern, während es für die Falcons die zweite Niederlage in Serie war. „Ein toughes Spiel für uns, das wir aufgrund zu vieler Fehler auch nicht verdient hätten zu gewinnen. Wir wollten anders auftreten als in Rostock und ich glaube das ist uns nicht wirklich gelungen. Dafür muss ich letztlich die Verantwortung übernehmen, da ich die Spieler nicht richtig auf die heutige Aufgabe vorbereitet habe. Die Saison ist noch lang und die entscheidenden Spiele liegen noch vor uns. Wir brauchen unsere Fans und wollen das FIBA-Fenster nutzen unseren Rhythmus und unsere Physis wieder zu finden“, kommentierte Falcons-Coach Vytautas Buzas die vierte Auswärtsniederlage der Saison.

Punkteverteilung Nürnberg Falcons: McBrayer 22 Pts., Davis Jr. 14 Pts., Taylor & Maier je 11 Pts., Schröder & Nyama je 10 Pts., Köpple 4 Pta., Price 3 Pts., Feneberg & Maukner je 0 Pts., Eckert DNP


Key-Stats Nürnberg Falcons: Offensiv-Rebounds 13 (+9), Defensiv-Rebounds 25 (+3), Assists 14 (-8), Steals 10 (+1), Turnover 17 (+3), Blocks 1 (-3), Fouls 24 (-3)


(Foto by Sportfoto Zink)