JBBL: TORNADOS FRANKEN unterliegen nach Verlängerung bei BBU Allgäu/Memmingen

January 14, 2019

Nach gutem Start und kleiner Schwächephase kämpften sich die personell stark reduzierten TORNADOS FRANKEN beim starken Gegner BBU Allgäu/Memmingen in die Verlängerung und unterlagen dort denkbar knapp mit 84:88.

 

ULM/NÜRNBERG – Bis zur Halbzeit in Ulm erlebten die TORNADOS und ihre Fans ein kleines Déjà-vu. Der Start in Ulm ähnelte dem Blitzstart vor einer Woche gegen die Mannschaft aus Ludwigsburg. In dieser Woche drückte sich das nach dem ersten Spielabschnitt in einem 30:21 aus. Die Gäste aus Franken waren richtig gut in die Partie gestartet und hatten den Vorsprung sukzessive ausgebaut. Viele Würfe wurden gut herausgespielt und fanden auch ihr Ziel. Dazu war die Mischung aus Distanz-Abschlüssen und der Korb-Attacke sehr gut. Die Hausherren taten sich dagegen schwer und so setzten die TORNADOS das erste Ausrufezeichen.

 

Im zweiten Viertel konterte der Bundesliga-Nachwuchs aus Ulm. Zwar konnten die TORNADOS den anfänglichen Schwung bis zur 16. Spielminute (41:27) aufrechterhalten, dann jedoch riss der Faden. Die kleine Rotation – man war zu zehnt angereist, Kapitän Moritz Eckerts Trainingsverletzung verhinderte aber seinen Einsatz – ließ den Kräfteverschleiß weiter wachsen. Die daraus resultierenden Ballverluste und defensiven Fehler nutzten die Gastgeber zu einem 0:16-Lauf, der zu einem Halbzeitergebnis von 41:43 führte. Die Halbzeitsirene rettete in dieser Phase die TORNADOS, die die Pausenansprache von Trainer Rok Resnik dringend nötig hatten um sich neu einzustellen.

 

Nach der Pause starteten die Gäste aus Franken dann auch besser. Bis zum 50:52 (28. Spielminute) war das Spiel enorm eng und keines der Teams konnte sich absetzen. Dann schockte eine weitere Verletzung die TORNADOS. Deshan Vranc knickte um und konnte fortan nicht weiter mitwirken – eine absolute Schwächung der Körperlichkeit im Spiel und eine zusätzliche Belastung für die Gäste. Die Gastgeber nutzten die kurze Phase, die die TORNADOS zur Neugruppierung brauchten, um auf 50:60 (30.) davon zu ziehen. Zwei erfolgreiche Freiwürfe zum Viertelende stellten dann den 52:60-Rückstand zu Beginn des letzten regulären Spielabschnitts her.

 

Die TORNADOS steckten noch nicht auf und wehrten sich nach Kräften. Bis zur 34. Minute (57:66) war die Aufholjagd noch nicht zu erkennen, dann halfen die Gastgeber von BBU etwas mit. Der Trainer kassierte sein zweites persönliches technisches Foul und musste die Halle verlassen. Die TORNADOS nutzen die resultierenden drei Freiwürfe und zogen in der Folge viel emotionale Energie aus guten Aktionen. Die Defensive wurde griffiger und stoppte die Gastgeber nun öfter. Offensiv litt zwar die Struktur, Kampf und Entschlossenheit entschädigten für das Fehlen optischer Leckerbissen. Das Spiel wurde enger und beim Stand von 70:70 in der Schlussminute hatten beide Mannschaften offene Drei-Punkte-Würfe um das Spiel zu entscheiden. Erfolgreich war keiner der beiden Versuche. So ging es beim 70:70 in die Verlängerung.

 

Nun zeigte sich ein anderes Bild. Die zuletzt eher schwachen Offensiven punktete nun regelmäßig. Beide Teams wollten den Sieg und die Entscheidung. Diese musste aber wieder bis in die Schlussminute warten. Hier hatte dann letztlich der Gastgeber das glücklichere Ende für sich, und ein Dreier zum 81:86 brachte die Vorentscheidung. In der Folge versuchten die TORNADOS nochmals alles, konnten aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Letztlich bleibt den Gästen also nur eine bittere 84:88 Niederlage und ein größeres Lazarett.

 

Trainer Rok Resnik sah viel Positives: "Wir mussten leider über weite Strecken ohne drei Starter spielen und haben dafür sehr, sehr gut dagegengehalten. Wir haben wieder gegen eine gute Mannschaft - gegen Bundesliganachwuchs - mithalten können. Leider fehlte am Ende wieder die Belohnung. Diese müssen wir uns nun bei der nächsten Partie holen. " Trainer Christian Braun freute sich vor allem über die Leistungssteigerung einiger Schützlinge, die es nun am kommenden Sonntag, 20.01.2019, um 14.00 Uhr, in eigener Halle gegen den USC Freiburg zu bestätigen gilt.

 

Es spielten: Belugin 2, Bocsanyi, Celebi 10 (1 Dreier), Feneberg 8 (1), Gockov 9 (2), Owolaju 23 (2), Schnabel 23 (3), Sovak 4, Vranc 5 (1).

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